2019 – Ein Jahr der Veränderungen

Jahresrückblick von Heinrich Hegger

Ja, das Jahr 2019 war nicht nur für die Kirchengemeinde ein sehr bewegendes Jahr, mit vielen Überraschungen und Veränderungen, sondern auch für den Kirchengemeinderat mit ganz besonderen Herausforderungen verbunden.

Es begann gefühlt bereits am 1. November 2018 mit der Verabschiedung von Pfr. Rainer Müller. Eine neue Seite im Buch der Kirchengemeinde wurde nach seiner 10-jährigen Amtszeit aufgeschlagen.
Es ging Gott sei Dank nahtlos mit Frau Dr. Christine Siegl als Vertretungspfarrerin weiter. Als junge Pfarrerin hat sie mit ihrer religions-pädagogische Arbeit im Emil-Kübler-Kinderhaus nicht nur die Kinder begeistert, sondern auch die Familien positiv angesprochen. Durch Ihre ganz persönliche Art der Gemeindearbeit hat sie in unserer Kirchengemeinde auch viel Zuspruch erfahren dürfen.

Die Zusage des Dekanats und Oberkirchenrats für diese Besetzung war zunächst auf ein Jahr befristet. Viele Gespräche zu einer möglichen Verlängerung, die im Oktober 2019 beginnen sollte, fanden dazu statt. Und dann hatten wir es geschafft! Die Zusage aller Beteiligten für ein weiteres Dienstjahr mit Frau Dr. Christine Siegl war besiegelt. Das war Anfang Juli 2019.
Wenige Tage später informierte mich Frau Siegl, dass Sie eine schlaflose Nacht hatte, weil Sie sich entschieden hatte, an die theologische Fakultät der Uni Bochum zu wechseln. Das bedeutete, dass Sie die restlichen drei Monate, nur noch wenige Tage zur Verfügung stand.

Aber bereits seit Oktober 2019 ist nun das Pfarrerehepaar Mirjam und Hanns Wolfsberger in unserer Gemeinde angekommen und engagiert sich zur Freude aller sehr aktiv. Viele positive Veränderungen haben in unserer Gemeinde stattgefunden. Wir würden uns sehr freuen, wenn Familie Wolfsberger bleiben würde und werden alles in unserer Macht stehende dafür tun.

Im Jahre 2019 habe ich mich auch ganz besonders darüber gefreut, dass wir eine neue Audioanlage in der Kirche installieren konnten und man nun an allen Plätzen wesentlich besser und verständlicher dem gemeinsamen Gottesdienst folgen kann.

Dann war da noch die Kirchengemeinderatswahl in 2019. 
Die neu zu besetzenden Stühle waren lange frei. Aber die Wahl hat ein gutes Ende gefunden. Auch Sie haben den neuen Kirchengemeinderat gewählt. Herzlichen Dank für die verhältnismäßig gute Wahlbeteiligung. Im Januar 2020 fand die konstituierende Sitzung des neuen Kirchengemeinderates statt und die Mitglieder wählten aus ihrer Mitte den neuen Vorsitzenden Herrn Joachim Henrichsmeyer und den Schriftführer Herrn Claus Schweizer.
Nachdem unser bisheriges Kirchengemeinderats-Mitglied Brigitte Grimm-Klados dem neuen Gremium nicht mehr angehört wurde Frau Veronika Bräuchle-Reiff als Vorsitzende für den Öffentlichkeits- und Festausschuss gewählt.

Die Kirchengemeinderats-Mitglieder haben dann in den unterschiedlichen Ausschüssen Aufgaben übernommen, um sich ihren Interessen entsprechend engagieren zu können. Auch die Aufgaben als Ansprechpartner für die Gruppen und Kreise in denen kirchliche haupt- und ehrenamtliche Mitarbeit geschieht und für die Zuständigkeit im Rahmen der Vernetzung des KGR im Kirchenbezirk und -distrikt sowie der Kommune wurde neu geregelt.
 
Nachdem ich nicht mehr für den Vorsitz des Kirchengemeinderates zur Verfügung stand aber zum Vorsitzenden des Bauausschusses gewählt wurde, darf ich in der neuen Amtsperiode die Aufgaben in diesem Ausschuss übernehmen und werde mich weiterhin insbesondere der Sanierung unseres Pfarrhofes widmen. Solche Projekte und Prozesse laufen lange und man fragt sich als nicht direkt Beteiligter, wie und wann es denn vor allem mit der Pfarrscheuer und dem Pfarrhaus weiter geht. Seit 2019 liegen für beide Gebäude alle Baugenehmigungen und notwendige Gutachten vor und die Rückbauarbeiten sind soweit abgeschlossen. Alleine dafür mussten ca. 20 Container Material abgefahren werden.

Nun ist unser vorrangiges Ziel, nach Absprache mit dem Oberkirchenrat, dass wir zunächst das Pfarrhaus umbauen und sanieren, um den Stelleninhabern ein ZUHAUSE in unserer Gemeinde bieten zu können.
Die Angebote für die einzelnen Gewerke zur Sanierung des Pfarrhauses wurden ausgeschrieben und im Rahmen des Vergabeverfahrens im Januar bewertet. Die Vergabe der Aufträge erfolgt im Februar und der Baubeginn wird im März 2020  stattfinden.
Die besondere Herausforderung, die nun vor uns liegt, wird es sein, den geplanten voraussichtlichen Fertigstellungstermin 31. Juli 2021 einzuhalten. Anschließend wird es mit der Pfarrscheuer und der Gestaltung des Pfarrgartens weitergehen. Auf unserer in 2019 neu gestalteten Homepage werden Sie auch über den Baufortschritt aktuell informiert.

Wir, die Kirchengemeinde Musberg, haben in 2019 die Ortskern-Sanierung Musberg angestoßen. Mit der Sanierung des ersten nach der Reformation neu gegründeten Pfarrhofes wollen wir den historischen Mittelpunkt Musbergs neu gestalten, wo das Herz der Kirchengemeinde für uns gemeinsam schlägt. 

Für die neue Amtsperiode 2019-2025 wünsche ich uns allen viel Freude an unseren Aufgaben im Dienste der Kirchengemeinde und Gottes Segen.

Heinrich Hegger