Die Taufe

 

Die Taufe ist die festliche Aufnahme eines Menschen in die christliche Gemeinde.
Gott sagt sein "Ja" zu diesem Menschen und spricht ihm bedingungslos seine Liebe zu. Gleichzeitig spricht auch der Mensch sein "Ja" zu Gott. Bei der Taufe eines Kindes tun dies Eltern, Paten und Gemeinde stellvertretend für das Kind und versprechen, es im christlichen Glauben zu erziehen.
Im Taufgottesdienst schöpft die Pfarrerin oder der Pfarrer etwas Wasser über den Kopf des Täuflings und segnet ihn. Das Ritual geht zurück auf die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer und Jesu Auftrag, seine Nachfolgerinnen und Nachfolger ebenfalls zu taufen.
Melden Sie sich zur Vereinbarung eines Tauftermins bitte rechtzeitig im Pfarramt.

 
  • add Wer kann getauft werden?

    Weil Gott alle Menschen liebt, kann grundsätzlich jeder Mensch getauft werden.
    Kinder werden von ihren Eltern zur Taufe gebracht. Wenn Sie als Eltern(teil) kein Kirchenmitglied sind, aber dennoch eine evangelische Taufe für Ihr Kind wünschen, ist dies nach einem Gespräch im Regelfall möglich.
    Jugendliche und Erwachsene, die selbst getauft werden wollen, setzen sich direkt mit dem Pfarramt in Verbindung.
    Die Taufe ist im Leben eines Menschen einmalig und unwiderruflich. Außerdem ist sie ein Sakrament, das von allen Kirchen anerkannt wird. Eine zweite Taufe ist nicht möglich.

  • add Wann und wo findet die Taufe statt?

    Die Taufe findet gewöhnlich im Gemeindegottesdienst am Sonntagmorgen in der Dreifaltigkeitskirche Musberg statt. Mit der Taufe wird der Täufling in die Gemeinde aufgenommen. Es ist daher wünschenswert, dass auch die Gemeinde den Taufgottesdienst mitfeiern kann.
    Regulärer Taufsonntag ist in unserer Kirchengemeinde der 1. Sonntag im Monat. Es kann aber zu Änderungen kommen. Für Terminabsprachen wenden Sie sich bitte an das Gemeindebüro (Fr. Glemser, Tel. 0711 7542728 Pfarramt.Musberg@elkw.de).
    Soll die Taufe in einer anderen Kirchengemeinde stattfinden, ist ein Abmeldeschein (Dimissoriale) vom Pfarramt Ihres Wohnortes erforderlich.  

  • add Das Patenamt

    Als Pate oder Patin legen Sie mit den Eltern zusammen stellvertretend für das Taufkind das Taufbekenntnis öffentlich ab. Sie versprechen, den Eltern bei der christlichen Erziehung zu helfen und den Täufling auf dem Weg des Glaubens zu begleiten. Durch Ihr Vorbild und Ihre Begleitung können und sollen Sie Ihr heranwachsendes Patenkind im Sinne christlicher Werte und gelebten Glaubens unterstützen.
    Nach der Taufordnung unserer Landeskirche soll ein Pate/eine Patin evangelisch sein, der/die andere/n kann/können auch einer anderen Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) angehören. (Liste der Mitglieder unter www.ack-bw.de; Registerkarte: wir über uns)
    
Das Patenamt ist ein kirchliches Amt – Konfessionslose, Ausgetretene oder Angehörige anderer Religionen können dieses Amt laut Taufordnung nicht übernehmen. Sie sind aber natürlich herzlich eingeladen, am Taufgottesdienst als Zeuge/Zeugin teilzunehmen.
    Die Taufe hängt nicht am Vorhandensein von ‚gültigen‘ Paten. Es sollte nur in irgendeiner Form gewährleistet sein, dass das Kind nach seiner Taufe auch im christlichen Glauben erzogen wird bzw. mit seinen Inhalten vertraut gemacht wird. 

  • add Zur Vorbereitung

    Nachdem Sie im Gemeindebüro einen Tauftermin vereinbart haben, wenden Sie sich 3-4 Wochen vor der Taufe zur Vereinbarung eines Taufgesprächs an Pfarrerin Siegl. Dabei werden wir uns etwas persönlicher kennenlernen und alle organisatorischen und inhaltlichen Fragen rund um die Taufe klären können. Auch die Taufanmeldung erfolgt im Taufgespräch. Dazu benötigen Sie eine Kopie der Geburtsbescheinigung des Kindes.
    Taufpaten benötigen eine Patenbescheinigung als Nachweis der Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche. Sie erhalten diese kostenlos auf dem Pfarramt ihres Wohnortes und geben Sie bitte spätestens in der Woche vor der Taufe im Pfarramt ab.
    Die Täuflinge bekommen bei der Taufe einen biblischen Vers als Taufspruch zugesprochen – eine Art Motto oder Leitwort für den Lebensweg. In der Regel wählen die Eltern diesen Taufspruch für Ihr Kind aus. Gerne können Sie sich schon nach geeigneten Bibelworten umsehen. Wenn Sie dafür Unterstützung brauchen, empfehlen wir folgenden link: www.taufspruch.de
    Außerdem entzünden wir nach der Taufe eine Taufkerze für das Kind. Sie steht als Zeichen für das Licht Jesu Christi, das nun auch in seinem/ihren Leben leuchtet. Bitte bringen Sie diese Kerze zum Taufgottesdienst mit.
    Als Tauffamilie können sie den Gottesdienst gerne aktiv und individuell mitgestalten, z.B. in dem Sie als Eltern, Paten, Großeltern oder Freunde eine Lesung oder ein Gebet übernehmen, sich ein passendes Lied aussuchen oder ein Musikstück beitragen. Die genaueren Absprachen dazu treffen wir ebenfalls im Taufgespräch.

  • add Wie läuft ein Taufgottesdienst ab?

    • Glockengeläut
    • Vorspiel
    • Eingangslied
    • Begrüßung durch die/den PfarrerIn  
    • Psalmgebet
    • Gebet und Stilles Gebet
    • Taufansprache
    • Tauflied
    • Schriftlesung
    • Apostolisches Glaubensbekenntnis
    • Deutung der Taufhandlung oder ein Gebet
    • Tauffragen (PfarrerIn und Tauffamilie kommen an den Taufstein):

    Liebe Eltern und Paten,
    von der Kirche berufen, frage ich euch vor Gott und dieser christlichen Gemeinde:
    Wollt ihr, dass euer Kind auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird? So antwortet: Ja, ich will!
    Eltern und Paten antworten: Ja, ich will!
    Seid ihr bereit, das Eure dazu beizutragen, dass euer Kind als Glied der Gemeinde Jesu Christi erzogen wird? So antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe!
    Eltern und Paten antworten: Ja, mit Gottes Hilfe!

     

    Liebe Gemeinde,
    die Eltern und Paten bitten mit der Taufe von NN auch um seine/ihre Aufnahme in die Gemeinde, im Vertrauen darauf, dass ihr als Gemeinschaft der Getauften in Gottes Geist lebt. Seid ihr bereit, NN auf seinem/ihrem Glaubensweg zu unterstützen und ihm/ihr in Offenheit zu begegnen, damit die Gemeinde ein Ort seiner/ihrer Heimat wird, so antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe.
    Gemeinde antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe.

    • Taufhandlung:

    Die/der PfarrerIn gießt das Wasser in das Taufbecken, schöpft mit der Hand dreimal Wasser aus dem Taufbecken, gießt es über die Stirn des Täuflings und spricht dabei: „NN, ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

    • Anzünden der Taufkerze
    • Segnung der Tauffamilie
    • Gebet
    • Lied
    • Predigt
    • Lied
    • Fürbittengebet + Vaterunser
    • Lied
    • Abkündigungen
    • Friedens-/Segensbitte
    • Segen
    • Orgelnachspiel
  • add Die Nottaufe

    Wenn ein ungetaufter Mensch in eine lebensbedrohliche Situation gerät, kann auf seinen Wunsch bzw. bei Kindern auf Wunsch der Eltern unverzüglich eine Taufe stattfinden. Ist es nicht mehr möglich, eine Pfarrerin oder einen Pfarrer zu rufen, kann jede/r ChristIn eine solche Nottaufe vollziehen.
    Dazu kann die Ordnung des Taufgottesdienstes verwendet werden, die im württembergischen Gesangbuch unter Nr. 695 zu finden ist. Drängt die Zeit sehr, reicht es aus, dreimal Wasser auf die Stirn des Täuflings zu gießen und dazu zu sprechen: "NN, ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
    Eine Nottaufe gilt als vollgültige Taufe, sie wird im Kirchenregister erfasst. Bitte wenden Sie sich dazu im Nachhinein an das Gemeindebüro. Sie können nachträglich Paten benennen und eingetragen lassen. Eine Wiederholung der Taufe ist auch in diesem Fall nicht möglich.
    Gottes Gnade ist nicht an die Taufe gebunden. Wir wissen auch die Kinder, die vor oder kurz nach der Geburt sterben, in Gottes guter Hand.